Der Aufbau einer llms.txt ist bewusst simpel. Ganz oben eine H1 mit dem Namen der Website, darunter optional ein kurzer Beschreibungsblock als Blockquote, dann Abschnitte mit H2-Überschriften, unter denen die Links stehen. Jeder Link bekommt eine knappe Beschreibung. Das war es im Kern schon. Schauen wir uns das an drei typischen Fällen an.
Beispiel 1: Firmen- oder Dienstleisterseite
Für ein klassisches Unternehmen mit überschaubarer Seitenzahl reicht eine kompakte Datei mit den zentralen Bereichen. So könnte sie aussehen:
# Muster Beratung GmbH
> Beratung und Umsetzung für mittelständische Industriebetriebe.
> Schwerpunkte: Prozessoptimierung, Digitalisierung, Fördermittel.
## Leistungen
- [Prozessberatung](https://muster-beratung.de/prozessberatung/): Analyse und Optimierung von Produktionsabläufen.
- [Digitalisierung](https://muster-beratung.de/digitalisierung/): Einführung digitaler Werkzeuge im Mittelstand.
- [Fördermittelberatung](https://muster-beratung.de/foerdermittel/): Zuschüsse und Förderprogramme finden und beantragen.
## Über uns
- [Das Team](https://muster-beratung.de/team/): Die Berater und ihre Schwerpunkte.
- [Referenzen](https://muster-beratung.de/referenzen/): Ausgewählte Projekte aus zehn Jahren.
## Kontakt
- [Kontakt](https://muster-beratung.de/kontakt/): Ansprechpartner, Telefon, Anfrageformular.
Warum das funktioniert: Die Beschreibung ganz oben sagt in zwei Zeilen, worum es geht. Die Abschnitte folgen der Logik der Seite. Jede Beschreibung ist konkret, keine leere Floskel. Und es sind bewusst nur die tragenden Seiten drin, kein Impressum, keine dünnen Unterseiten.
Beispiel 2: Onlineshop
Bei einem Shop steht die Sortimentsstruktur im Vordergrund. Wichtig sind alle Kategorien und eine Auswahl an Top-Produkten, nicht das gesamte Sortiment.
# Muster Outdoor Shop
> Ausrüstung für Wandern, Klettern und Camping.
> Versand aus Deutschland, Beratung durch aktive Outdoor-Sportler.
## Kategorien
- [Wanderschuhe](https://muster-outdoor.de/wanderschuhe/): Trekking- und Wanderschuhe für jedes Gelände.
- [Zelte](https://muster-outdoor.de/zelte/): Leichtzelte, Familienzelte, Expeditionszelte.
- [Rucksäcke](https://muster-outdoor.de/rucksaecke/): Tagesrucksäcke bis Trekkingrucksäcke.
- [Bekleidung](https://muster-outdoor.de/bekleidung/): Funktionskleidung für alle Jahreszeiten.
## Beliebte Produkte
- [Trekkingschuh Alpin Pro](https://muster-outdoor.de/produkt/alpin-pro/): Wasserdichter Allrounder für mehrtägige Touren.
- [Zelt Ridge 2](https://muster-outdoor.de/produkt/ridge-2/): Leichtes Zwei-Personen-Zelt, 1,9 kg.
## Service
- [Versand und Rückgabe](https://muster-outdoor.de/versand/): Lieferzeiten, Kosten, Retouren.
- [Größenberatung](https://muster-outdoor.de/groessenberatung/): Passform und Größentabellen.
Warum das funktioniert: Alle Kategorien sind drin, weil sie die Struktur des Shops abbilden. Bei den Produkten ist eine kleine, bewusste Auswahl getroffen. Dazu die Service-Seiten, die für Kaufentscheidungen zählen. Kein Versuch, jedes einzelne Produkt aufzulisten.
Beispiel 3: Dokumentation oder Wissensseite
Für eine technische Doku oder eine inhaltsstarke Wissensseite ist die llms.txt besonders wertvoll, weil hier viel strukturierter Inhalt liegt, den KI-Systeme gut verwerten können. Bei diesem Typ lohnt sich oft zusätzlich eine llms-full.txt mit dem Volltext.
# Muster API Dokumentation
> Entwicklerdokumentation für die Muster-API.
> Referenz, Anleitungen und Codebeispiele.
## Einstieg
- [Schnellstart](https://docs.muster.de/schnellstart/): In fünf Minuten zur ersten Anfrage.
- [Authentifizierung](https://docs.muster.de/auth/): API-Schlüssel und Token.
## Referenz
- [Endpunkte](https://docs.muster.de/endpunkte/): Vollständige Übersicht aller API-Endpunkte.
- [Fehlercodes](https://docs.muster.de/fehler/): Bedeutung und Behebung häufiger Fehler.
## Anleitungen
- [Webhooks einrichten](https://docs.muster.de/webhooks/): Ereignisse in Echtzeit empfangen.
- [Ratenlimits](https://docs.muster.de/limits/): Wie viele Anfragen wann erlaubt sind.
Warum das funktioniert: Die Reihenfolge folgt dem Lernweg, vom Einstieg über die Referenz zu den Anleitungen. Genau so würde ein Mensch die Doku durcharbeiten, und genau diese Logik hilft auch einem KI-System.
Die Bausteine im Überblick
Egal welcher Typ, die Grundelemente sind immer dieselben:
- Eine H1 mit dem Namen der Website, eingeleitet mit
#. - Ein optionaler Beschreibungsblock als Blockquote mit
>, der in ein, zwei Sätzen sagt, worum es geht. - Abschnitte mit H2-Überschriften (
##), die deine Inhalte gruppieren. - Links im Markdown-Format mit absoluter URL und knapper Beschreibung dahinter.
Wenn du dir das Tippen sparen willst, gib deine URL einfach in unseren Generator ein. Er crawlt deine Seite, sortiert die Inhalte in Abschnitte und baut die Datei mit absoluten URLs und Beschreibungen. Danach kannst du sie noch von Hand feinschleifen, das lohnt sich fast immer.
Was ein gutes Beispiel von einem schlechten unterscheidet
Ein Beispiel abzuschreiben ist einfach, aber es hilft nur, wenn du verstehst, warum es gut ist. Der wichtigste Unterschied liegt in den Beschreibungen. Eine schwache llms.txt listet nur Titel und Links, etwa "Über uns" mit einem Verweis. Eine gute llms.txt schreibt dahinter, worum es auf der Seite geht: wer das Unternehmen ist, seit wann es besteht, was es besonders macht. Diese kurzen Beschreibungen sind der eigentliche Wert der Datei, denn sie geben dem KI-System Kontext, den es aus dem bloßen Link nicht ziehen könnte.
Der zweite Unterschied ist die Auswahl. Eine gute llms.txt enthält nicht jede einzelne Seite, sondern die wichtigen. Impressum und Datenschutz gehören dazu, weil sie Vertrauen schaffen, aber die Hauptrolle spielen deine zentralen Inhalte: Leistungen, Produkte, die wichtigsten Ratgeber. Wenn du hundert Seiten hast, gehören nicht alle hundert hinein. Wähl die zwanzig bis dreißig aus, die dein Angebot wirklich ausmachen. Weniger, aber gut beschrieben, schlägt eine endlose Liste ohne Kontext.
Beispiele als Vorlage nutzen, nicht blind kopieren
Die Beispiele hier zeigen die Struktur, aber deine Datei muss zu deiner Website passen. Ein Onlineshop braucht andere Abschnitte als ein Blog oder eine Handwerksseite. Nimm die Gliederung als Gerüst und fülle sie mit deinen eigenen Inhalten. Achte darauf, dass die Titel in der llms.txt zu den tatsächlichen Seitentiteln passen und die Beschreibungen wirklich beschreiben, was auf der jeweiligen Seite steht. Eine llms.txt, die etwas verspricht, das die verlinkte Seite nicht hält, verwirrt mehr, als sie hilft.
Am Ende ist die beste Vorlage deine eigene, gut gepflegte Datei. Starte mit einem Beispiel oder dem Generator, pass es an, und verfeinere es über die Zeit. Je genauer deine llms.txt deine Website abbildet, desto nützlicher ist sie für die KI-Systeme, die sie lesen.
Noch ein Wort zur Reihenfolge innerhalb der Datei: Sie ist nicht zufällig. Was oben steht, gewichtet ein KI-System tendenziell stärker. Deshalb gehören deine wichtigsten Seiten nach vorn, direkt nach der kurzen Einleitung, die erklärt, worum es auf deiner Website geht. Rechtliches wie Impressum und Datenschutz kann weiter unten stehen. Diese bewusste Anordnung kostet dich beim Erstellen kaum Zeit, hilft dem Modell aber, deine Prioritäten zu erkennen. Wenn du die Datei mit unserem Generator erstellst, bekommst du bereits eine sinnvolle Grundstruktur, die du dann nur noch nach deinem Geschmack sortieren musst.
Häufige Fragen
In welchem Format wird die llms.txt geschrieben?
In Markdown. Das ist ein leichtes Textformat, das sowohl für Menschen als auch für Maschinen gut lesbar ist. H1 mit #, Abschnitte mit ##, Links im Markdown-Linkformat.
Muss der Beschreibungsblock oben sein?
Er ist optional, aber empfehlenswert. Ein, zwei Sätze als Blockquote geben KI-Systemen sofort den Kontext, worum es auf der Website geht.
Wie viele Links gehören hinein?
So viele wie nötig, so wenige wie möglich. Für Firmenseiten 10 bis 20, für Shops 20 bis 100. Entscheidend ist die Qualität der Auswahl, nicht die Menge.
Brauche ich zusätzlich eine llms-full.txt?
Nur, wenn du viel strukturierten Inhalt hast, etwa eine Doku. Die llms-full.txt enthält den Volltext der wichtigen Seiten. Für die meisten Websites reicht die normale llms.txt.